In den Anfangsjahren von Dontox.de war das Thema „Privatkredite von privat an privat“ (P2P-Lending) ein echtes Trendthema. Plattformen wie Auxmoney, Smava, Lendico oder Crosslend versprachen eine Revolution des Bankenwesens: Anleger sollten direkt in Kredite investieren und so die Zinsmarge der Banken selbst einstreichen. Mein ursprünglicherVergleich der P2P-Plattformen stieß damals auf besonderes Interesse, da die Aussicht auf zweistellige Renditen in einer Niedrigzinsphase wie ein wahr gewordener Traum wirkte.
Doch wie sieht die Realität im Jahr 2026 aus? Nach zahlreichen Marktbereinigungen, regulatorischen Verschärfungen und geopolitischen Krisen ist die Goldgräberstimmung verflogen. Die Branche ist erwachsen geworden – aber auch deutlich komplexer.
Der Wandel vom Wilden Westen zur regulierten Anlageklasse
P2P-Kredite sind heute kein Nischenprodukt mehr, sondern ein etablierter Teil vieler Portfolios. Doch der Weg dorthin war steinig. Viele Anbieter der ersten Stunde sind verschwunden oder haben ihr Geschäftsmodell radikal geändert. Während nationale Plattformen wie Auxmoney sich heute fast ausschließlich auf den deutschen Markt konzentrieren und oft mit institutionellen Anlegern zusammenarbeiten, haben europäische Marktplätze wie Mintos * den Weg der Regulierung gewählt.
Seit 2022 sind Investitionen auf Mintos beispielsweise in Form von verbrieften Schuldverschreibungen (Notes) organisiert. Das bietet zwar mehr rechtliche Sicherheit und Transparenz, hat aber auch den ursprünglichen Charme des „direkten Verleihens“ etwas verwässert.
Meine persönliche Bilanz: Warum ich heute nur noch bei Mintos bin
Ich habe über die Jahre viele Plattformen getestet – von Twino über Bondora bis hin zu EstateGuru. Heute sieht meine Strategie deutlich reduzierter aus: Ich bin aktuell nur noch bei Mintos * aktiv.
Warum diese Fokussierung? In der Vergangenheit haben mich vor allem die Ausfallraten und die oft intransparenten Rückholungsprozesse (Recovery) bei kleineren Plattformen gestört. Mintos ist zwar keineswegs frei von Problemen – wie die Folgen des Ukraine-Kriegs gezeigt haben –, bietet aber durch seine Größe und die EU-Lizenzierung eine gewisse Verlässlichkeit, die mir bei anderen Anbietern fehlt.
Meine aktuelle Rendite liegt bei etwa 8 % p. a. Das ist weit entfernt von den 12 % oder 15 %, die in den frühen Jahren oft beworben wurden, aber ich bin damit nicht unzufrieden. Im Vergleich zum Aktienmarkt ist die Volatilität geringer, und für den Aspekt des passiven Einkommens erfüllt es seinen Zweck.
Kritische Reflexion: Ist das Risiko die Rendite wert?
Trotz meiner persönlichen Zufriedenheit muss man als Anleger 2026 sehr genau hinschauen. Die Risiken beim P2P-Investment sind systemisch und oft schwer kalkulierbar:
- Keine Einlagensicherung: Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto gibt es keinen staatlichen Schutzschirm. Bei einer Pleite der Plattform oder der Kreditanbahner droht der Totalverlust.
- Rückholungs-Dilemma: Ein „ausgefallener“ Kredit ist nicht sofort verloren, landet aber oft für Jahre im Inkasso-Prozess. Das Kapital ist blockiert, und ob jemals die volle Summe zurückfließt, ist oft Glückssache.
- Das „Buyback“-Versprechen: Die so beliebte Rückkaufgarantie ist nur so viel wert wie die Zahlungsfähigkeit des Kreditanbahners. In Krisenzeiten sind diese Garantien oft das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.
Marktüberblick 2026: Die verbliebenen Player
Falls Du heute neu einsteigen willst, solltest Du Dir neben dem Marktführer Mintos folgende Anbieter genauer ansehen, aber stets mit einer kritischen Brille:
- Bondora (Go & Grow): Bietet mit rund 6,75 % bis 8 % eine sehr liquide Form des P2P-Investments an, ähnelt aber fast schon einem Tagesgeldersatz mit deutlich höherem Risiko.
- EstateGuru: Wer lieber in Immobilienkredite investiert, findet hier besicherte Projekte. Doch Vorsicht: Die Immobilienkrise der letzten Jahre hat auch hier zu hohen Ausfallraten geführt.
- Viainvest: Ein solider Anbieter aus Lettland, der ebenfalls reguliert ist und oft attraktive Zinsen auf Konsumkredite bietet.
Fazit: P2P ist ein Marathon, kein Sprint
Wer heute in Privatkredite investiert, sollte dies nicht aus Gier nach der Maximalrendite tun, sondern als Mittel zur Diversifikation. Mein Fokus auf Mintos * zeigt: Weniger ist oft mehr. Eine stabile Rendite von 8 % ist besser als ein Portfolio aus zehn Plattformen, bei denen die Hälfte im Inkasso feststeckt.
Das Konzept „Geldanlage P2P“ funktioniert 2026 noch immer, erfordert aber eine deutlich kritischere Auswahl als 2008. Sei Dir bewusst: Du bist hier die Bank – mit allen Chancen, aber auch mit dem vollen Kreditrisiko.
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